Die '70er
1. Die Vorgründungsphase (1963-1972)
Die 1963 von Glasgow nach Sydney ausgewanderte Familie Young hatte sieben Söhne und eine Tochter. Der Mittleres Sohn (Alex) war schon vor der Auswanderung Musiker geworden und war mit bekannten Bands in ganz Europa unterwegs. Es dauerte nicht lange bis der 5. Sohn (George) ihm nacheiferte und in Sydney die damals sehr berühmte Band Easybeats gründete, die aber nur wenige Jahre hielt. Die beiden Jüngsten, Malcolm (der Ältere) und Angus, begannen auch bereits sehr früh mit dem Musizieren. Angus spielte schon mit etwa 14 Jahren nach der Schule regelmäßig in Sydneyer Bands. Nach der Schule (mit 15) gingen beide erst mal arbeiten, doch Malcolm hatte mit 18 bereits die Nase voll, hing seinen Job an den Nagel und stieg 1971 bei Velvet Underground ein. Er nahm sich seine Brüder zum Vorbild und wollte in seinem Leben nur noch Musik machen, aber seine eigene Musik. Daher überlegte er sich kurz darauf seine eigene Band zu gründen. 1972 hatte er dann genug und trat aus Velvet Underground aus.
2. Die Gründungsphase (1972-1974)
Malcolm begann nun sich mit seiner eigenen Band zu befassen. In
der Zwischenzeit spielte Angus mit einigen Bands in Sydneyer Kneipen, mit
mäßigem Erfolg. Seine Schuluniform gehörte damals schon zu seiner Ausstattung
(siehe Angus) und er arbeitete an einer Bühnenshow um
das betrunkene Publikum auf die Band aufmerksam zu machen. Ende 1973 war es dann
so weit. Malcolm gründete AC/DC. Ursprünglich wollte er der einzige Gitarrist in
der Band sein, da er jedoch wusste wie gut Angus spielen konnte und wie wenig
Erfolg er damit hatte, entschloss er sich Angus in seine Band aufzunehmen. Die
erste Besetzung sah damals so aus:
Gitarren: Malcolm Young
Angus Young
Vocals: Dave Evans
Bass: Larry van Knedt
Drums: Colin Burgess
In dieser Formation hatten sie dann am 31.12.1973 ihren ersten Auftritt (noch
ohne Namen). Um den Namen AC/DC gibt es zwei Geschichten. Es wird behauptet, dass
ihn Margaret (die große Schwester von Angus und Malcolm) auf einem
Benutzerhinweis ihrer Nähmaschine gelesen hat. Angus hingegen hat einmal gesagt,
er hätte ihn auf Mutters Staubsauger entdeckt. Wie auch immer, die Band ging
ihren Weg.
Als erstes bekam die junge Band neue Mitglieder. Ab April 1974 gehörten (nach
kurzem Zwischenspiel von Ron Carpenter und Russel Coleman am Schlagzeug)
Bass: Rob Bailey
Drums: Peter Clack
der Band an.
Durch die Hilfe ihres Bruders George Young konnte AC/DC als Vorband für Stevie
Wright, der damals mit Hilfe von George als Texter und Malcolm als Gitarrist
einen Hit landete, auftreten. Dies bescherten ihnen den ersten Auftritt vor 10
000 Menschen. Die erste Single lies dann auch nicht mehr lange auf sich
warten. "Can I sit next to you girl" erschien bei Georges alter Plattenfirma
Albert. Anfang '74 stellten AC/DC dann, mit Zustimmung von George, Dennis
Laughlin als Manager ein. Im August 1974 hatten Angus und Malcolm dann
beschlossen ihren Sänger Dave Evans loszuwerden, da er stimmlich nicht der este
war und auch von seiner Art nicht zur Band passte.
3. Nun kam ER (1974)
Bon Scott, ebenfalls ein gebürtiger Schotte, gründete 1965 in
Australien seine Band. Nach etlichen Bandwechseln landete er schließlich bei
"Fang." Hier frönte der inzwischen verheiratete Bon seinem ausschweifenden
Lebensstil (Alkohol, Drogen, Frauen). Nachdem seine Ehe genauso wie die Band
zerbrochen war, kehrte er schließlich nach Australien zurück (Fang ging nach
London). Hier hatte er einen schweren Motorradunfall, der ihm sein Leben
lang zu schaffen machte.
Als Bon wieder auf den Beinen war, gab ihm sein alter Freund Vince Lovegrove
einen Tipp: AC/DC suchten einen neuen Sänger.
Scott war interessiert und Vince nahm Kontakt zu ihrem Produzenten George auf.
Zuerst stieß er auf Ablehnung, da Malcolm und Angus ihn für zu alt hielten. Bon
ließ aber nicht locker und sie hörten ihn an. Er schrie was er konnte und war
sofort dabei.
Nach einer Woche Bedenkzeit, die Bon trotz seiner vorherigen Zielstrebigkeit
verlangte, trafen sie sich in Adelaide. AC/DC waren mit ihrer Tour dort
angelangt und fast ohne Probe wagten sie dort ihren ersten Liveauftritt mit Bon
Scott.
"Der alte Mann", Bon brachte nicht nur seine Erfahrung mit in die Band, sondern
auch sein sprichwörtliches Feuer.
5. Die Band nimmt heutige Formen an (1974/75)
Sechs Wochen später, nach dem Ende der Tournee gingen AC/DC
direkt ins Tonstudio, um im November 1974 ihre erste LP "High Voltage" (rein
australische Version) aufzunehmen. Neben Dave Evans ging auch ihr Manager Laughlin aus. Er wurde durch Michael Browning, dem Besitzer des
australischen
Hard Rock Cafes, ersetzt. Browning erkannte das Potential von AC/DC und strebte
eine weltweite Karriere an. Er beglich alle Schulden, kaufte neues Equipment,
heuerte ein paar Bühnenarbeiter und holte die Band nach Melbourne.
Als nächstes waren wieder mal Bass und Drums dran. Peter Clack konnte den
Ansprüchen nicht mehr genügen und als er erkrankte wurde er durch
Drums: Phil Rudd
ersetzt. Auch der Bassist Rob Bailey musste gehen. Offiziell hieß es er sei zu
groß. Doch es gestaltete sich schwierig einen Bassisten unter 1,65m zu finden
und sie mussten eine Zeit ohne auskommen. Als Notlösung wechselte Malcolm auf den
Bass und bei größeren Konzerten sprang George als Multitalent ein. Kurz nach
Veröffentlichung der LP, meldete sich
Bass: Mark Evans
der schnell in die Band aufgenommen wurde.
6. Der Aufstieg (1975/76)
Im Juli 1975 nahmen AC/DC ihre zweite LP ("TNT") auf. Diese war
härter als "High Voltage." Während sich die Young Brüder um die Riffs kümmerten
schrieb Bon die typischen, anrüchigen Texte. Zum Teil (z.B. "She's got ball")
hatte er die Texte schon vor einigen Jahren geschrieben, nur nie gewagt sie zu
veröffentlichen. Durch den anhaltenden Erfolg von "High Voltage" wurde "TNT"
erst im Februar 1976, nach einer weiteren Australientour, veröffentlicht. Dies
war der nächste schlagende Erfolg von AC/DC. Sie bekamen Silber und Platin und
wurden zu einer in ganz Australien bekannten Band.
Nun bereiteten sie sich auf den Weltmarkt vor. Sie unterschrieben einen Vertrag
zur weltweiten Vermarktung (au�er Australien) bei Atlantic Records und nahmen in
aller Eile "Dirty Deeds Done Dirt Cheap" sozusagen >>auf Vorrat<< auf.
Im März zeigte Angus zum ersten Mal seinen berühmten >>Blanken-Hintern-Strip<<
auf dem Abschiedskonzert in Sydney. AC/DC ging nun auf Großbritannientournee. Am
1.April kamen sie in London an, um als Vorgruppe von "Back Street Crawler"
aufzutreten. Als allerdings deren Gitarrist starb wurde die Tour abgesagt und
AC/DC begannen wieder in kleinen Clubs und Bars in ganz England aufzutreten. Im
Mai 1976 erschien dann "High Voltage" (eigentlich die "T.N.T.") auf dem
Weltmarkt. Nun konnte auch endlich die Tournee beginnen, die sie im Juni /
Juli mit Hilfe der Zeitschrift "Sound" gleich fortsetzten. Im Juli weiteten sie
ihre Tour sogar nach Schweden aus.
Schließlich begannen sie als Vorgruppe von "Rainbow" durch Deutschland zu touren
und nach einer eigenen Großbritannientour kehrten sie schließlich im November
1976 nach Australien zurück.
Ende 1976 erschien dann sowohl die australische als auch die weltweite (außer in
den USA) Version
von "Diry Deeds Done Dirt Cheap." Allerdings stießen sie auf ihrer
Australientour immer wieder auf Probleme mit selbsternannten Sittenwächtern,
welche etwas gegen ihre Texte hatten. AC/DC ließen daraufhin verlauten, sie
würden nach Europa übersiedeln.
7. Sie erreichen Weltruhm (1977-1980)
Im Januar 1977 fanden sie sich wieder einmal im Studio ein, um "Let
There Be Rock" aufzunehmen. Diese LP erschien im Mai in den USA und im Oktober
in Europa. Auf diesem war zum ersten mal das heutige "AC/DC" Logo (siehe oben)
zu sehen. In der Zwischenzeit gingen bei AC/DC wieder Veränderungen vor. Im
April gab Mark Evans seinen Austritt aus der Band bekannt und wurde von
Bass: Cliff Williams
abgelöst. Offiziell hieß es er sei des Umherziehens müde geworden, doch
wahrscheinlich spielten auch ein paar Rückschläge bei Konzerten in letzter Zeit
eine Rolle, man brauchte einen Sündenbock. Nach kurzer Einarbeitungszeit gingen
AC/DC bis September auf USA Tournee. In New York fand dann Angus ein Funkgerät
für seine Gitarre, welches ihm endlich die Freiheit ermöglichte, welche er auf der
Bühne benötigt. Eigentlich wollte AC/DC nach dem Jahreswechsel eine
Australientour starten, was aber dadurch verhindert wurde das der Engländer
Cliff Williams und die meistern Bühnenarbeiter keine Visa bekamen. Daher nahmen
sie bereits im Januar 1978 "Powerage" auf, um anschließend auf die Powerage
Europatournee zu gehen, wo sie zum ersten Mal Merchandisingartikel verkauften.
Die Tournee fand in Großbritannien statt und wurde im September auch noch auf
die USA und Kanada ausgeweitet. Am 30.04.78 nahmen sie im Rahmen der Tournee in
Glasgow ihr erstes Livealbum ("If You Want Blood, You've Got It") auf. Und
wieder verhinderten australische Behörden eine Australientour.
Auf drängen ihrer amerikanischen Plattenfirma, die einen klareren und saubereren
Sound wollte, um die Radiostation zu versorgen, entließen sie George um in Miami
aufzunehmen. Sie konnten allerdings mit dem Produzenten der Plattenfirma nicht
arbeiten und stellten in Eigenregie Robert John Lange für die Aufnahmen ein. Auf
diese Weise entstand ihr erstes professionell gemischtes Album, "Highway to
Hell." An diesem, im Oktober 1979 erschienen Album, arbeiteten sie zum ersten
Mal über drei Wochen, genauer ganze drei Monate. Natürlich folgte wieder eine
Großbritannien und USA Tour. Mittlerweile hatten sie schon einen so hohen
Bekanntheitsgrad, dass sie schon größere Gruppen ins Vorprogramm nehmen konnten.
Im Oktober 1979 folgte nochmals eine Großbritannien und Frankreich Tour, welche
im Januar 1980 zu Ende gebracht wurde.
Die '80er
8. Das Ende einer Legende (1980)
Im Zuge der Frankreich-England Tournee waren in England noch 2 verschobene Konzerte nachzuholen. Das Konzert am 27.01.1980 in Southampton sollte der letzte Live Auftritt von Bon Scott werden. Die Band nahm noch die Single "Touch too Much" auf, bevor Bon Scott am 19.02.1980 sein Ende fand. Er war mit einem Freund unterwegs und hatte wie immer zu viel getrunken. Während sie zu seiner Wohnung fuhren fiel Bon in einen Tiefen Schlaf und da ihn sein Freund nicht alleine tragen konnte, lies er ihn im Auto schlafen. Am nächsten Morgen fand er ihn dann tod auf dem Rücksitz. An seinem eigenen Erbrochenen erstickt. Im Krankenhaus konnte man nur noch den Tod feststellen.
9. Der Neue kommt (1980-1982)
AC/DC gaben sich nach dem Tod von Bon Scott nicht geschlagen und
begann bereits zwei Tage nach der Beerdigung wieder zu arbeiten. Sie machten
sich auch schnell auf die Suche nach einem Nachfolger. Nach vierwöchiger Suche
fand dann schließlich im März 1980
Vocals: Brian Johnson
zur Band. Darüber gibt es viele Legenden, meistens wird behauptet, das ihn Bon
mal zu Lebzeiten ins Gespräch gebracht hat, da er ihn durch seine alte Band mal
kennen gelernt hatte und sofort begeistert war.
Kaum war Brian in der Band, wurde auch schon begonnen zu Arbeiten und im April
1980 wurde auf den Bahamas, mit den Aufnahmen zu "Back in Black" begonnen. Die
im Juli veröffentlichte Platte war sofort ein Bestseller und gilt heute
noch als die Erfolgreichste. Sie wurde in den ersten 16 Jahren über 20 Millionen
mal verkauft.
Wie von AC/DC gewohnt folgte noch während der Veröffentlichung eine Welttournee,
in der sich Brian Johnson die Herzen der Fans erobern sollte. Ein weiters
Highlight dieser Tournee war die Einführung der 1,5 Tonnen schweren "Hells Bells
Glocke." Zum Tourende begaben sie sich im Februar 1981 zum ersten Mal seit vier
Jahren wieder nach Australien.
Doch kaum war diese Tour überstanden gab es das nächste Hitalbum. "Dirty Deeds
Done Dirt Cheap" wurde nun, nach fünf Jahren, endlich auch in den USA
veröffentlicht und überholte in den US Albumcharts sogar "Back in Black." Die
Band stimmte einer so späten Veröffentlichung allerdings nur zu, insofern alle
Alben mit Aufklebern versehen wurden, die das Aufnahmejahr (1976) und Bon Scotts
Namen tragen. Ebenso wurde die Platte verbilligt auf den Markt gebracht.
Brian Johnson wurde Bons mehr als würdiger Erbe und so konnten sie sich im
August 1981 beruhigt an die Arbeit zu "For Those About To Rock" machen. Das
Album wurde dann im November veröffentlicht und die obligatorische Welttournee
sollte die Band bis Ende 1982 beschäftigen.
10. Das Formtief (1983-1985)
Bereits Anfang 1983 sollten sich die Arbeitstiere wieder im
Studio einfinden, um "Flick of the Switch" aufzunehmen. Diese Platte brachte
wieder einmal umwälzende Veränderungen mit sich. Mutt wurde entlassen und die
Young Brüder setzten sich selbst ans Mischpult um den Sound rauher zu gestalten.
Neben einigen Leuten der Plattenfirma und diversen anderen Personen wurde auch
Phil Rudd gefeuert, da er inzwischen ein massives Drogenproblem hatte und es
immer wieder Spannungen mit Malcolm gab. Auf eine anonyme Zeitungsanzeige hin
bewarb sich schließlich der 20 Jährige Brite
Drums: Simon Wright
um die Stelle und wurde nach zweimaligen Vorspiel aufgenommen.
Diesmal folge der Platte nur eine zweimonatige USA Tour, da mittlerweile schon
fast alle (außer Simon) verheiratet waren und sich mehr Zeit für die Familie
nahmen. Während dieser Tour hatten AC/DC jedoch Probleme mit den Kirchen und
Religionen. Zu der damaligen Zeit hielt sich die Meinung, dass Rock etwas
mit Satanismus zu tun hat und die Seele der Zuhörer verdirbt. Diesem Irrglauben
vielen auch AC/DC zum Opfer und wurden vor allem wegen der Lieder "Highway to
Hell", "Hells Bells" und "Hell Ain't A Bad Place To Be" zu unrecht kritisiert.
Schließlich kam nach einer mehrmonatigen Pause im Sommer 1984 " '74 Jailbreak"
auf den Markt. Dies ist eine Sammlung von Lieder der australischen "High Voltage"
und "Dirty Deeds Done Dirt Cheap", die bisher nicht auf dem Weltmarkt erschienen
waren. Sie machten sich auch zeitgleich mit der Europatournee an die Arbeit für
eine neue Platte.
Das Jahr 1985 begann AC/DC mit einer Rio Tournee und im Juli fanden sie sich
dann im Studio ein um, "Fly On The Wall" aufzunehmen. Doch der Verkauferfolg
blieb hier ebenso wie bei "Flick of the Switch" aus und beim amerikanischen Teil
der Welttour gab es weitere Probleme. Ein mehrfacher Mörder entpuppte sich als
gro�er AC/DC Fan. Dies rief natürlich wieder die Religiösen Vertreter auf den Plan die
ihnen das Leben schwer machten.
11. Es geht wieder aufwärts (1985-1989)
Im Dezember 1985 bekam die Band ein Angebot von dem Horrorautor
Stephen King. Dieser war ein großer AC/DC Fan und wollte, dass sie die Filmmusik
zu seinem ersten Film "Rhea M." schrieben. Sie nahmen das Angebot an und
begannen mit der Produktion von Liedern wie "56." Zur Aufnahme
verpflichteten sie wieder George Young und Harry Vanda. Der Soundtrack erschien
dann im Mai 1986 unter dem Namen "Who Made Who." AC/DC fingen auch damit an
Videos zu den Singleauskopplungen "Who Made Who" und "You Shook Me All Night
Long" zu drehen, um MTV fähig zu werden. Es folgte auch wieder eine Europa sowie
eine USA Tour.
Im Februar 1987 begannen sie schließlich mit der Produktion von "Blow Up Your
Video." Mit diesem Album gelang ihnen das Comeback in den internationalen Alben
Charts und natürlich wurden auch hier wieder Videos gedreht. Die anschließende
Welttournee begannen sie in Australien, wo sie schon 7 Jahre nicht mehr gespielt
hatten.
Malcolm Young konnte die Tour (die bis September lief) allerdings nicht beenden,
da er im Mai 1988 die Band wegen eines massiven Alkoholproblems zeitweise
verlies. Für ihn sprang sein Neffe Stevie Young ein, der sowieso alle Songs
auswendig wusste und ihn würdig vertreten konnte.
Die '90er
12. Die weltgrößte Rockband (1990-1997)
Nach eineinhalb Jahren Pause kehrte Malcolm mit Angus Anfang 1990 zurück an
die Arbeit, um mit einem neuen Album zu beginnen. Diesmal schrieben sie alle
Texte selbst, da Brian verhindert war. Simon Wright hatte inzwischen mit einer
anderen Band gearbeitet und verlies nun AC/DC. Ein Ersatz war schnell
gefunden. Es wurde der damals sehr bekannte
Drums: Chris Slade
der für seine Präzision berühmt war. Nach einigen Proben wurde er im Januar 1990
festes Mitglied der Band. Nach Veröffentlichung des Titelsongs "The Razors Edge" kam schließlich auch das
gleichnamige Album auf dem Markt und setzte den guten Trend von "Blow Up Your
Video" fort. Von "The Razors Edge" gab es anschließend noch zwei weitere
Singles: "Moneytalks" und "Are You Ready." An diesem Album überraschte vor allem
der klare Klang. Dieser wurde von Bruce Fairbairn geschaffen, der bereit war als
Produzent zu agieren. Im Zuge dieses Albums stand natürlich wieder eine
Welttournee an, wobei sie teilweise Bands wie z.B. Metallica im Vorprogramm
hatten. Bei dieser Tour wurden an verschieden Standorten Liveaufnahmen gemacht, unter
anderem die berühmte aus Donington. Diese Tournrr sollte sich mit über 3 Millionen
Zuschauern zu der größten bisher dagewesenen Tour entwickelt. Zum Abschluss gab
es noch auf Wunsch der Regierung ein Konzert in Moskau. Dort spielte AC/DC u. a.
mit Metallica, Pantera und Black Crowes. Dieses Konzert fand auf dem
Flughafen Stadt und da es von der Regierung gesponsert war strömten zwischen
150- und 500.000 Menschen zu dem Konzert, das übertraf alles.
Ein Jahr nach dieser Welttour kamen dann die Livemitschnitte zum Tragen. Sie
wurden leicht überarbeitet und erschienen schließlich auf zwei CDs als "AC/DC
Live." Dies gab den vielen AC/DC Fans eine Gelegenheit zum Sammeln und verkürzte
gleichzeitig die Wartezeit auf das neue Album.
Im Juni 1993 erschien schließlich die Single "Big Gun." Diese wurde für den Film
"Last Action Hero" produziert, wodurch im zugehörigen Video auch Arnold
Schwarzenegger zu sehen ist.
Der bereits für "Big Gun" verpflichtete Produzent Rick Rubin erklärte sich auch
bereit ein Album in Angriff zu nehmen und so begannen AC/DC dann Anfang 1994 mit
den Proben zu "Ballbreaker." Während dieser Zeit absolvierten sie einen Besuch
bei
Drums: Phil Rudd
und er war sofort bereit wieder einzusteigen. Malcolm hatte sowieso vor sich mit
dem neuen Album auf die Wurzeln der Band zu besinnen und da kam ihm ihr
ehemaliger Drummer Phil gerade recht. So verstärkt begannen sie schließlich den
1 1/2 Jährigen Aufnahmemarathon und konnten im September 1995 endlich ihr neues
Album präsentieren, "Ballbreaker" war fertiggestellt.
In ihrer obligatorischen Welttournee erschlossen sie sich dann vom 12.01.1996
bis 30.11.1996 neue Märkte in Japan und Südamerika.
Kaum war die Tour beendet arbeitete Malcolm bereits an einem neuen Projekt. Ab
März 1997 begann er damit sich alte Aufnahmen mit Bon Scott zu besorgen und
diese zu einem echten Sammlerstück zusammenzustellen. Am Ende waren es fünf CDs
und einige Gimmicks, die dann am 18.11.1997 unter dem Namen "Bonfire" erschienen.
ab 2000
13. Das Letzte
Aber Malcolm wäre nicht Malcolm, wenn "Bonfire" seine einzige Tätigkeit gewesen währe. Im Sommer 1997 begann er bereits wieder damit Material für eine neue Platte zu sammeln. Als er und Angus genug gesammelt hatten, verpflichteten sie seit langem wieder ihren Bruder George als Produzenten und begannen am 17.Juli 1999 mit den Aufnahmen zu "Stiff Upper Lip." Brian meinte dazu, er hätte noch nie so viel Spaß bei Aufnahmen und das hört man dem Album auch an. Selbiges wurde dann am 28.02.2000 in Deutschland veröffentlicht, sonst einen Tag später. Die Band entschied sich für Deutschland, da "Ballbreaker" hier die größten Verkaufszahlen aufwies. Dennoch begann die Tour zuerst in den USA (am 01.08.2000) und kam erst am 08.07.2001 nach Europa. Die Tour war wieder einmal ein durchschlagender Erfolg.
Nach den DVDs "Family Jewels" (2005) und "Plug Me In" (2007) haben AC/DC im April 2008 offiziell bekannt geben,
ein neues Album noch im selben Jahr zu Veröffentlichen.
Das Album "Black Ice" erschien am 20. Oktober 2008 und die zugehörige Tour brach alle Rekorde.
Zuerst war nur eine kuze Hallentour durch Nordamerkia und Europa geplant die Nachfrage war allerdings so gewaltig (die Deutschlandtour war innerhalb von 15 min ausverkauft), dass noch eine komplette Stadiotour hinterhergeschoben wurde und selbst hier gab es noch einige Zusatztermine.
Die Tour dauert alleine für diese beiden Kontinente ein ganze Jahr. Zusätzlich gibt es im Februar/Mär 2010 noch eine Australientour.
OPEN END